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Dienstag, den 08. April 2008 um 09:40 Uhr

Der Ursprung

Im Mittelalter bedeckten dichte Wälder weite Landstriche. Um diese in fruchtbares Ackerland zu verwandeln, gaben die jeweiligen Landesherren ihren Günstlingen Teile dieser Waldgebiete als Eigentum. Diese Lehen wurden „Hufe“ oder auch „Waldhufe“ genannt. Auf den gerodeten Stellen im Wald entstanden dann Siedlungen, deren Namen teilweise noch heute auf diesen Ursprung hinweisen. Orte wie Röthgen, Roettgen, Merode und eben auch Merödgen, gehören dazu. Siedlungen und Höfe mit Rodungsnamen entstanden hauptsächlich zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert, eine Häufung ist im 12. und 13. Jahrhundert zu erkennen(i).

Die Forstverwaltung des Territoriums Jülich war die damalige Wehrmeisterei(ii). Sie umfasste den Raum zwischen Eschweiler über die Rur bis halbwegs Heimbach und nach Norden bis Inden und Pier. Also ungefähr das Waldgebiet von der Mündung der Kall in die Rur bis zur Mündung der Inde in die Rur. Die Wehrmeisterei geht zurück auf die Forstverwaltung des karolingischen Königshofes von Derichsweiler, die bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird.
Die Wehrmeisterei war in Bezirke aufgeteilt, die einen Forsthof und einen Förster stellen mussten. Das Amt des Wehrmeistereiförsters war erblich, daher der Name „Erbförster“ bzw. „Erbforsthof“. Die Nutzung des Waldes für die Holz- und Viehwirtschaft war nur ein Grund, das Amt des Wehrmeistereiförsters anzustreben; mindestens genau so wichtig waren die Einnahmen, die mit dem Abbau der Bodenschätze zu erwirtschaften waren.

Im Weistum (= Satzung) der Wehrmeisterei von 1342 wurden 13 Forsthöfe genannt, darunter Weisweiler, Frenz, Verken, Pier, Merken, Lucherberg, Pattern und Inden. Der Indener Forstof soll im Bereich der zuletzt als „Waidmühlenweg“ bekannten Zufahrt zur früheren Holz- und Ölmühle, später der Papierfabrik, existiert haben; er wurde vom 16. bis ins 18. Jahrhundert stets in Kombination mit Merödgen genannt. Der Zusammenhang ist zu vermuten: Merödgen war wohl der eigentliche Forsthof zu dem Indener Hofgut, das der Familie von Inden zuzurechnen ist.
Bereits 1316 wurde Wilhelm von Inden als Erbförster der Wehrmeisterei benannt. Die Familien von Inden und von Frenz scheinen den gleichen familiären Ursprung zu haben, da ihre Siegel jeweils den Zinnenbalken mit Abwandlungen führen. Innerhalb einer Familie benannten die Mitglieder sich in der Regel nach ihren Wohnorten, wobei diese Benennungen zu Familiennamen erstarren konnten. Innerhalb der Familie von Frenz gab es Personen, die sich von Frenz zu Frenz nannten und andere, die von Frenz zu Merödgen hießen (wobei es für „Merödgen“ mehrere Schreibvarianten gab).

Geschichtssplitter

Die Urkundenlage zu Merödgen ist denkbar schlecht. Das ursprüngliche Archiv des Gutes befand sich Mitte des 19. Jahrhunderts auf Haus Beeck bei Wickrath, danach ist es wohl von den damaligen Besitzern nach Schloss Seehof bei Bamberg gebracht worden und vermutlich im Zusammenhang mit dem Verkauf des Schlosses 1975 verschollen. Dies scheint sogar sehr wahrscheinlich, da die an anderer Stelle in diesem Buch beschriebenen Briefe aus Merödgen über ein Antiquariat in Mannheim unserem Geschichtsverein zum Kauf angeboten wurden.

Die wenigen verfügbaren Hinweise zu Merödgen ermöglichen daher nur einen stark eingeschränkten Blick in die Geschichte des Gutes:

Im Jahre 1341 wird Merödgen erstmals urkundlich erwähnt. Emund von Merödgen ist der Ehemann der Bliza, einer Angehörigen der Scheiffartlinie von Merode(iii).
Die gleiche Quelle berichtet 1357 von den Söhnen der Bliza van me Roetgin: Emund und Werner.

1373 ist Werner von Merödgen, genannt von Luchem, ein Helfer Frambachs von Moirschosse in der Fehde mit der Stadt Kölniv.

1381, 20. März: „Pauwels van Ynden, Vrancke van Ynden, Johan Steycke van Altorpen, Kerstain Roitkanne, Arnolt Cloebe, Reynard van Geuwenich und Pauwels van Altdorpen, allesamt Schöffen von Ynden, erklären, dass vor ihnen Adaem van Meraitchem und seine Frau Heylwych dem Heinrich von Geuwenich eine Erbpacht von 24 Malter Hafer Yndener Maß für eine ungenannte Summe, die die Verkäufer erhalten haben, verkauft haben. Der Hafer ist jeweils zu Remigius (1. Oktober), spätestens aber bis Allerheiligen (1. November) auf dem Hof der Verkäufer zu Ynden in deren Säcke zu füllen und auf Kosten der Verkäufer dem Heinrich nach Geuwenich zu liefern. Als Unterpfand setzen die Verkäufer ihren Zehnten, den sie als Lehen des Herrn von Elzloo im Dorf Ynden und im Yndener Feld besitzen, an welchem Zehnten Heinrich gemäß entsprechender Briefe auch erblich 24 Malter Roggen Erbpacht hat. Die Verkäufer müssen den Zehnten in ihre Scheune einfahren, von sonstiger Frucht getrennt halten, dürfen ihn auch nicht dreschen und einen eventuellen Überschuss des Zehnten erst verwenden, wenn Heinrich seinen Hafer und seinen Roggen erhalten hat. Die Schöffen von Ynden bitten, in Ermangelung eines gemeinsamen Siegels, die Schöffen von Pier um Besiegelung.“v
Hier erscheint wieder der Zusammenhang zwischen Merödgen und Inden. Adam nennt sich „von Merödgen“, sein Hof liegt in Inden.

Ostern 1413 schließt Johann von Meroitgen mit seinen Stolgesellen und Werner von Palant einen Vertrag, dem zu Folge sie, solange sie „up dem Berg wierken“ zur Zahlung einer Pacht und zur jährlichen Reinigung eines Mühlengrabens verpflichtet waren. Ob es sich bei dem bergbaulich genutzten Gelände tatsächlich um den Lucherberger Berg (heute Bereich der Talstraße) und um den Mühlengraben der Waagmühle handelte ist zwar wahrscheinlich, geht aus der Urkunde jedoch nicht eindeutig hervor. Bei den Arbeiten handelte es sich um (Braun)Kohlenbergbau oder Torfabbauvi.

10. August 1427, Johann von Medsudgen (Schreibweise schwer lesbar, gemeint ist wohl Merödgen bei Inden)(vii), wird als Förster der Wehrmeisterei genannt.


Die Besitzer: Familie von Frenz zum Rötgen
Stammbaum „von FRENZ zu FRENZ“.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfahren wir von Johann von Frenz zum Rötgen. Ab jetzt werden die jeweiligen Besitzer des Gutes Merödgen lückenlos nachvollziehbar.
1502 und 1503 wird besagter Johann unter der Jülicher Ritterschaft aufgeführt; 1507 muss er sieben Pferde und einen Gewappneten stellen.(viii)
Am 20.Dezember 1525 wird sein Sohn, der Wehrmeistereiförster Tilman von Raetgen, „gelegen zu Inden an dem Ende“ genanntix.
Ein weiterer Sohn ist Valentin von Merödgen genannt Frenz, der später den Canishof in Geyen bei Brauweiler zu Lehen nimmt und sich dort niederlässt.
Evert (Eberhard) von Frenz zu Frenz ist ebenfalls ein Sohn des Johann von Frenz zum Rötgen. Evert übernimmt den Hof in Frenz und ist Erbförster der Wehrmeisterei. Nach seinem Tode tritt 1544 sein Sohn Wilhelm von Frenz zum Rötgen das Amt des Erbförsters an. Wilhelm besitzt Gut Merödgen, dessen Schwester Odilia den Hof in Frenz. Durch deren Heirat mit Wilhelm von Goltstein von Schloß Breyell kommt der Frenzer Hof an die Familie von Goltstein. Die Mutter des Wilhelm von Goltstein, Aleid von Moelenbach genannt Breyll, hatte 1512 bei ihrer Eheschließung mit Reinart Goltstein Schloss Breyll bei Nettetal mit in die Ehe gebracht. Über die Größe und den Wert der Frenzer Besitzungen gibt ein Steuerkataster von 1625 Auskunftx.

Judith von Frenz, eine Tochter des Wehrmeistereiförsters Wilhelm von Frenz zum Rötgen, bringt Merödgen durch Heirat an Mathias von Spee, welcher 1633 stirbt. Die gemeinsame Tochter Anna Christine von Spee, Frau von Lohausen stirbt kinderlos im Jahre 1660, und so geht der Besitz von Gut Merödgen an Agnes von Hülhoven, ihre Cousine. 1671 verschenkt die ebenfalls kinderlose Agnes von Hülhoven es an ihren Verwandten, Johann von Goltstein, einem Enkel der Odilia von Frenz.

Gemäß einem Einkommensverzeichnis der Pfarre zu Geuenich aus den Jahren zwischen 1521 und 1550 zahlt das Haus Merödgen jährlich für eine Messstiftung: ...“das domicilium zom Roetgen ½ Sümber Roggen für ein Jahrengedächtnis, wie es in dem Messbuch stand“ xi. Die Verpflichtung zur Zahlung ist demnach an das Gut gebunden, nicht an den jeweiligen Besitzer.

Aus der Zeit zwischen 1600 – 1650 ist aus Lamersdorf ein Kirchenstuhl-Verzeichnis überliefert(xii), welches 25 Familien bzw. Personen ganz bestimmte Plätze in der Lamersdorfer Pfarrkirche zuordnet. Diese Plätze werden „Kist“ genannt zum Unterschied von den gewöhnlichen Kirchenbänken, getrennt nach Männer- und Frauenbänken, und zwei besonders benannten „Stühlen“: „Goltsteins stoell“ und „Statthelders stoell“. Inhaber von „Goltsteins stoell“ war wohl die Familie von Goltstein, die mit dem Frenzer Lehnshof belehnt war. Frenz gehörte zum Pfarrbezirk Lamersdorf; der Empfang der Sakramente erfolgte daher für die Bewohner von Frenz ausschließlich durch den Pfarrer von Lamersdorf. Auch die Bestattungen der Frenzer Einwohner erfolgten auf dem Friedhof an der Lamersdorfer Kirche. Dem Geistlichen der Kapelle in Frenz hingegen oblag die Seelsorge für die adligen Bewohner der Frenzer Burg.

Im Seitenschiff vor dem Marienaltar der Lamersdorfer Kirche befand sich noch 1931 ein Grabstein, welcher ein Doppelwappen mit je 3 Kleeblättern, in der Mitte eine Rose und das Wappen der Frenz zu Merödgen mit Zinnenbalken zeigte. Die Inschrift war ausgetreten, nur die Jahreszahl 1671 war erkennbar. Wahrscheinlich handelte es sich um das Wappen der letzten Besitzer von Merödgen aus dem Hause Frenz-Merödgen.(xiii)


Die Besitzer: Familie von Goltstein
Stammbaum: von GOLTSTEIN

Aus dem frühen Mittelalter stammt die Sitte, dass Höfe von größerer Bedeutung in der für ihre Bewohner zuständigen Kirche einen eigenen Altar hatten und die damit verbundenen Rechte und Pflichten wahrnehmen konnten. Zu den Pflichten zählte der Unterhalt der Kirche; zu den Rechten gehörte neben der Bestellung des Geistlichen auch das Erbbegräbnis an besonderer Stelle, häufig in der Kirche selbst. Zum Gut Merödgen gehörte anscheinend ein solcher Altar in der Kirche zu Inden.
Sonderrechte dieser Art wurden vielfach zum Problem, wenn sich nach der Reformation die Berechtigten zum reformierten Glauben bekannten. Im Jahre 1683 verlangte Johann Christoff von Goltstein zu Frenz und Merödgen das dem Gut zustehende Erbbegräbnis in der Indener katholischen Kirche, obwohl er selbst Reformierter war. Die Indener Kirchenältesten wiesen seine Forderung entschieden zurück und es kam zur Verhandlung vor dem Dingstuhl Inden-Altdorf-Kirchberg.
Leider ist die Klageschrift von Goltsteins nicht erhalten. Wohl aber die Ausführungen der Kirchenältesten. Danach streiten sie ab, dass jemals ein Verstorbener vom Haus Merödgen in der Gruft der Indener Kirche bestattet worden sei. Vielmehr habe einmal ein Verstorbener 10 oder 11 Tage über der Erde gestanden und sei dann unter dem Haus im Keller begraben worden. Sie weisen darauf hin, dass die Zahlungen an die Kirche, die „Kirchenrenten“, die seit altersher von Merödgen geleistet wurden, seit langem nicht mehr gezahlt worden sind. Von einem Merödgener Altar im Seitenschiff der Indener Kirche, St. Nicola genannt, haben sie „niemals gehört, gesehen oder gelesen“. Eigenartig ist aber dann ihre Aussage, dass eine Magd von Merödgen von deren Herrschaft beauftragt worden sei, ohne großes Aufsehen auf dem Indener Kirchenspeicher das Kuh- und das Kalbfell zu holen, womit vorne der Altar bekleidet werden konnte. Demnach hat es doch einen Altar gegeben. Der Ausgang des Streites ist leider nicht überliefert.xiv
Der Sohn des Johann Christoff, Johann Philipp Werner von Goltstein, starb 1749. Er wurde anscheinend in der Reformierten Kirche in Jülich beigesetztxv und nicht in Inden, wie bei Flatten beschrieben.
Die Bestattung eines Verstorbenen aus der Familie von Goltstein in der Indener Kirche kann erstmals im Juli 1795 bestätigt werden. Es ist Friedrich Wilhelm Alexander Freiherr von Goltstein, gestorben am 6. Juli 1795 im Alter von 46 Jahrenxvi. Sein Bruder Philipp Werner Freiherr von Goltstein zu Beeck, stirbt 1807 in Beeck – versehen mit den Sakramenten der katholischen Kirche, wie seine Witwe, Charlotte Philippine von Vercken, ausdrücklich betont(xvii).
In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass es durchaus üblich sein konnte, innerhalb einer Familie sowohl evangelische als auch katholische Mitglieder zu haben. So war der Merödgener Zweig der von Goltstein zum reformierten Glauben übergetreten, der Zweig der Familie auf Haus Beeck hingegen blieb katholisch.

Zu den ersten Anhängern der Reformation in unserer Umgebung hatten die Bewohner der adligen Häuser Ahr in Pattern, Verken und Pesch bei Pier und Merödgen bei Lamersdorf gehört. Hier wurden über lange Jahre Gottesdienste gehalten und von hier kam Unterstützung in vielfältiger Form. Als sich 1823 die Indener Reformierten von der Jülicher Gemeinde trennten, wählten sie für sich den Namen „Unierte evangelische Gemeinde von Inden, Merödchen und Vercken“.

Die Differenzen zwischen der Indener Kirche und der Familie von Goltstein wurden, zumindest was die finanziellen Verpflichtungen angeht, beigelegt. So vermerkt der Schöffe Merten Bardenheuer aus Inden 1727 in einem Steuerregister(xviii):
„Herr Goltstein von Merödgen gibt annoch Steuer von fünf fierteln Land, so in seine Stück gelegen gegen welche 5 fierteln von freiem Land. ...
Junker Goltstein Forstgut, Haus u Hoff in der Gassen, gilt 2 fiertel (Pfund) Wachs in die Indener Kirch
Noch ein Hoff am End des Dorffs ist Forstgut neben Jan Kappertz.
noch im Hagelsberg an sich gekauft Steuerbares Land ad 3 morgen.“
Hier findet sich wieder der Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Inden, Merödgen und dem Forstgut.

Am 9. Oktober 1773 trafen sich in Düren die Erbförster wegen der Teilung der Wehrmeisterei. Bedingt durch eine zu große Erbengemeinschaft und die in Jahrhunderten immer verworrener gewordene Verfassung der Wehrmeisterei sollten die noch verbliebenen Waldungen für die Erben gerettet und dem Landesherrn ein Anteil abgetreten werden. Unter den 12 namentlich genannten Forsthöfen ist auch der Indener Forsthof, er wird von dem Halbwinner Platz auf Merödgen verwaltet.xix
Johann Platz und seine Ehefrau Cäcilia Hintzen haben am 24. August 1750 in Jülich geheiratet; sie gehören beide der reformierten Gemeinde an. Zwischen Januar 1751 und Januar 1757 werden ihre fünf in Merödgen geborenen Kinder in Jülich getauft, Paten sind unter anderen N. von Goltstein von Beeck, Johan Meinhard Philipp von Goldstein und Angehörige der Familien Bausch, Nickel, und Camphausen.xx

Im Jahre 1795 stirbt Friedrich Wilhelm Alexander Freiher von Goltstein auf Merödgen im Alter von nur 46 Jahren. Wie zuvor schon erwähnt, wird er in der Indener Kirche beigesetzt. Er ist Besitzer von Gut Merödgen, einem Hofgut in Frenz, Haus Beeck und Mahrhof bei Nettetal. Sieben Jahre zuvor hat er Franziska Johanna Sofia Friederika von Roth zum Klee geheiratet, die nun mit drei unmündigen Kindern auf Merödgen lebt:

Carl Niclas Philipp Wilhelm, geb. 1790 in Merödgen,
Anna Charlotte Sophia Ottilie Franziska Augusta, geb. 1792 in Merödgen,
Ludwig Werner, geb. 1793 (von ihm ist näheres nicht bekannt).
Alle Kinder sind in der Reformierten Kirche in Jülich getauft, Paten sind Mitglieder der Familien von Goltstein, von Roth, von Roth geb. von Hompesch, von Roth geb. von Metternich, Wittenhorst-Sonsfeld und von Cloudt.

Carl Freiherr von Goltstein zu Frenz und Beeck spielt für die spätere Geschichte unserer Gemeinde eine besondere Rolle:
Beim Graben eines Brunnens am Lucherberger Berg im Auftrag des Carl von Goltstein stoßen die Arbeiter um 1819 auf Braunkohle. Weitergehende Untersuchungen ergeben eine Verbreitung dieser Flöze etwa 10 – 20 Meter unter der Oberfläche. Darauf hin beantragt Carl von Goltstein 1821 beim preußischen Königlichen Oberbergamt die Konzession für das Feld „Goltsteingrube“ westlich von Lucherberg auf einer Fläche von 189 ha. Zwischen 1826 bis 1867 wird in der „Goltsteingrube“, ungefähr im Bereich der heutigen Lucherberger Talstraße, über- und untertage Braunkohle abgebaut und von 2-4 Arbeitern Klütten hergestellt. Der Erfolg der Unternehmung ist bescheiden, und so werden die Klütten fast überwiegend für den Verbrauch in Gut Merödgen und die dazu gehörende Ziegelei hergestellt. xxi
Selbst wenn seinen Unternehmungen mit der Braunkohle kein Erfolg beschieden ist, so hat Carl von Goltstein doch den Anfang gemacht für den Braunkohleabbau, wie er heute durch den Tagebau Inden im großen Stil fortgeführt wird. An seine frühen Bemühungen erinnern heute Straßennamen wie „Goltsteinstraße“ und „Am Goltsteinbrunnen“.

1826 beantragte Carl von Goltstein beim Königlichen Staatsminister und Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinzen in Koblenz, Freiherrn von Ingersleben, die Wiedereinsetzung in den Stand des Freiherrn. Dieser war, wie alle Adelstitel, 1794 bei der Besetzung des Rheinlandes durch die französischen Revolutionsarmee und der daran anschließenden Zugehörigkeit zu Frankreich aberkannt worden. Gemäß Preußischer Kabinettsorder vom 18. Januar 1826 mussten die Titel unter Vorlage beweiskräftiger Nachweise erneut beantragt werden. Dies hatte von Goltstein bereits in einem ersten Schreiben im Februar getan, es fehlten jedoch anscheinend die erforderlichen Nachweise.
Auszug aus dem erneuten Antragsschreiben vom September 1826(xxii):

„... Die Beweisurkunde der Befugniß zur Führung des adligen Titels Freyherr, füge ich in folgenden Papieren an nehmlich:
1tens In einer beglaubigten Abschrift der Belehnung mit dem Rittersitze Beeck, auf meinen verstorbenen Vater Friedrich Wilhelm und dessen Brüder Philipp Wilhelm und Joh Christoph Freyherrn von Goltstein redend.
2tens Einen Auszuge aus dem Taufregister der Evangelisch reformirten Gemeinde Jülich, wodurch die Abstammung erwiesen wird, und
3tens Das Fähnrichen Patent meines Vaters worin der Churfürst Carl Theodor von Bayern hochseeligen Andenkens derselbe Freyherrn betitelte.
Euer Excellenz habe ich diesemnach die Ehre gehorsamst zu bitten mich in den Adelsmatrikel mit dem Prädikate Freyherr aufführen zu lassen.
Haus Meroetgen Landkreis
Düren den 23ten September
1826
Carl Frh von Goltstein“

Schon damals arbeitet die preußische Bürokratie gründlich aber langsam. Erst nach 1829 erhält von Goltstein die Erlaubnis, den Titel Freiherr wieder führen zu dürfen.

Carl Freiherr von Goltstein ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts einige Jahre Bürgermeister der Bürgermeisterei Pier und zeitweise auch von Lamersdorf. Die Amtsgeschäfte finden auf Gut Merödgen statt.

Carl von Goltstein lebt, wohnt und arbeitet zwar auf Haus Merödgen, das Gut selbst, wie auch Gut Mahrhof, gehören jedoch seiner Schwester Charlotte Freiin von Goltstein. 1821 heiratet diese den Ingenieur Franz Freiherr von Pelden genannt Cloudt.
Zehn Jahre später wird ihre Tochter Franziska geboren, die am 13. Oktober 1852 auf Gut Merödgen den Peter Joseph Walther Freiherrn von Zandt heiratet.
Mit dieser Hochzeit endet die Zeit der Familie von Goltstein auf Merödgen.

Zwei Jahre nach seiner Nichte, im Jahre 1854, heiratet Carl Freiherr von Goltstein die Freifrau Auguste von Wittenhorst-Sonsfeld. Er ist 64 Jahre alt. 1855 und 1857 werden die beiden Töchter Maria Anna und Caroline geboren. Die Familie lebt auf Haus Beeck, welches Carl von Goltstein gehört und wo er 1868 stirbt. Seine Beisetzung findet jedoch in Inden statt. Auguste von Wittenhorst-Sonsfeld wird als vornehme, liebenswürdige Frau beschrieben, ihre beiden ledigen Töchter dagegen sollen keine Schönheiten gewesen sein. Mit dem Verkauf der Goltsteingrube nach dem Tode Carl von Goltsteins enden die Verbindungen mit Gut Merödgen.

Einen Einblick in die Lebens- und Wohngemeinschaft auf Gut Merödgen in den Jahren zwischen 1826 und 1868 vermittelt das Sterberegister der evangelischen Gemeinde Inden(xxiii):

„Anna Franziska von Cloudt geb. von Verken starb am 16.08.1826 im Alter von 75 Jahren am Schlagfluss, sie wurde am 19.08. auf dem evangelischen Friedhof Inden begraben.

Reinhold von Roth starb am 23.03.1831 auf Merödgen im Alter von 79 Jahren an Altersschwäche, er wurde am 25.03. auf dem evangelischen Friedhof Inden begraben. Er war
Wittwer von Sabine von Calcum gen. Lohausen.

Charlotte Ottilie von Cloudt geb. von Lohausen starb am 05.10.1836 an abnehmender Krankheit, sie wurde am 07.10. auf dem evangelischen Friedhof Inden begraben.

Carl von Cloudt starb am 01.06.1841 an Schwindsucht, begraben wurde er am 03.06. auf dem evangelischen Friedhof Inden

Wittwe von Goltstein geb. von Roth starb am 13.09.1841 im Alter von 84 Jahren an Schwäche; sie wurde am 18.09. auf dem evangelischen Friedhof Inden begraben.

Fräulein Charlotte von Roth starb am 27.05.1847 im Alter von 86 Jahren an Altersschwäche. Bei ihrem Begräbnis am 30.05. auf dem evangelischen Friedhof Inden wurde eine Grabrede und eine Leichenpredigt gehalten.

Franz von Cloudt starb am 26.01.1851 auf Gut Merödgen mit 62 Jahren. Das Sterbebuch vermerkt, dass er Ingenieur war, eine Gattin und zwei minderjährige Kinder hinterlässt. Grabrede und Leichenpredigt wurden bei seiner Beisetzung am 30.01. auf dem evangelischen Friedhof Inden gehalten.

Jungfrau Caroline von Cloudt starb am 09.06.1854 im Alter von 28 Jahren an einem Brustleiden. Grabrede und Leichenpredigt wurden gehalten.

Frau Majorin Charlotte von Cloudt geb. von Goltstein starb am 26.09.1857 im Alter von 67 Jahren auf Merödgen an einem Herzschlag. Bei der Beerdigung auf dem evangelischen Friedhof Inden wurden Grabrede und Leichenpredigt gehalten.

Fräulein Isabella von Cloudt starb am 18.11.1861 auf Merödgen im Alter von 84 Jahren an Altersschwäche. Grabrede und Leichenpredigt wurden gehalten.

Carl Freiherr von Goltstein starb am 02.11.1868 im Alter von 75 Jahren auf Haus Beeck an Altersschwäche und Magenleiden; begraben am 06.11., er hinterlässt 2 minderjährige Töchter. Grabrede wurde gehalten. Eintrag im Sterbebuch: ‚Der letzte Bewohner des Hauses Merödgen, welcher dieses Gut der Gemeinde noch in Verbindung stellt’

Eduard von Cloudt starb am 02.11.1868 im Alter von 63 Jahren an Unterleibsentzündung; begraben am 25.10., Grabrede, wohnte in Lamersdorf“


Die Besitzer: Familie von Zandt
Stammbaum: von ZANDT

Der neue Besitzer, Walther Freiherr von Zandt, ist Spross eines alten adligen Geschlechtes, welches vermutlich aus der Oberpfalz stammt und nach der Teilung des Herzogtums Jülich-Berg mit den regierenden Pfalzgrafen nach Düsseldorf kam.
Über die abenteuerliche Liebesgeschichte der Großeltern des Walther von Zandt, Ignaz Joseph Nepomuk v. Zandt und Anna Charlotte Freiin von Katterbach, Erbin von Haus Baerlo, mehr in dem Aufsatz von Jörg Lakeberg „ 17 Jahre Gut Merödgen zu Ende des 19. Jahrhunderts“ im Anschluss an diesen Artikel.

Walther Freiherr von Zandt wird 1860 als königlich preußischer Rittmeister und Escadronchef im 8. Husarenregiment genannt; 1870 ist er Major a.D. Im Jahre 1864 ist er nicht nur Besitzer von Gut Merödgen, Mahrhof und Haus Baerlo, sondern ihm gehört auch Schloss Seehof bei Bamberg, welches 1840 von einem Ferdinand von Zandt gekauft worden ist.

Der Ehe des Walter von Zandt und der Franziska von Pelden gen. Cloudt entstammen neun Kinder (genannt sind jeweils nur die Rufnamen):

Franz von Zandt * 1855
Walther von Zandt * 1857
Luise von Zandt * 1859 (genannt Lizi)
Emilie von Zandt * 1862 (genannt Emi)
Amalie von Zandt * 1856 (genannt Lilly)
Carl von Zandt * 1868
Friedrich Wilhelm von Zandt * 1869
Marie von Zandt * 1870 (genannt Mimi)
Franziska von Zandt * 1873

Die ersten drei Kinder werden in Neuhaus bei Paderborn geboren (möglich, dass der Vater in Paderborn stationiert war), alle anderen ab 1865 auf Schloss Seehof. Es war Tradition in der Familie, dass die Söhne katholisch getauft wurden und die Töchter evangelisch.

Abb. 1
Gut Merödgen um 1900/1910
Das Herrenhaus vom Innenhof aus gesehen mit Blick nach Nordwesten. Links das Torhaus mit Durchfahrt (Kutsche), daran anschließend nach rechts die Wohngebäude. Der Gesindeeingang mit Treppe zum Küchenbau mit Abstellraum, rechts die Terrasse mit dem Haupteingang, dahinter Remisen. Auf dem Dach des Hauses das Glockentürmchen.
Quelle: RAD
CD Merödgen: meroedgen_028.tif

Abb. 2
Gut Merödgen um 1900/1910
Haupteingang des Herrenhauses an der südlichen Giebelseite mit Terrasse und Nussbaum
Quelle: RAD
CD Merödgen: meroedgen_027.tif

Abb. 3
Gut Merödgen um 1900/1910
Die Nord/Ostseite des Herrenhauses mit geschweiftem Giebel. Der „Hausgarten“ war ummauert, der Park reichte bis zum Bahngelände.
Quelle: RAD
CD Merödgen: meroedgen_026.tif

Franz von Zandt, der älteste Sohn, heiratet 1901 Franziska von Wrede. Die Eheleute ziehen nach Merödgen wo 1902 der Sohn Franz Joseph und 1908 der Sohn Maximilian geboren werden. 1911 stirbt Franz von Zandt in Merödgen. Die Witwe zieht mit den Kindern nach Seehof, und an ihrer Stelle kommt die unverheiratete Marie (Mimi) von Zandt als Verwalterin nach Merödgen. Nach ihrem Tod im Jahre 1927 übernimmt die ebenfalls ledige Emilie (Emi) von Zandt die Verwaltung von Merödgen.

Abb. 4
Emi von Zandt 1918
CD Merödgen: meroedgen_019.tif


Von 1837 an bis 1908 ist der Wirtschaftshof auf Gut Merödgen an Christian Loevenich aus Pier, und nach dessen Tod, an den Sohn Peter verpachtet. Während dieser Zeit leben im Herrenhaus des Gutes stets Verwandte der Herrschaft, jedoch nicht die Besitzer selbst. Nach dem Weggang von Peter Loevenich wechseln ab 1908 die Pächter mehrmals.

1928 pachtet Hermann Hermanns aus Inden das Gut mit 120 Morgen (40 Hektar) Land. Sein Sohn Peter Hermanns heiratet 1933 Elly Hans aus Kalkar am Niederrhein, sie beziehen das Pächterhaus und bewirtschaften in den kommenden Jahrzehnten das Gut. Nach dem Tode von Hermann Hermanns im Jahre 1968 wird der Indener Hof an der Ecke Hauptstraße/Wolfsgasse von Merödgen aus mit bewirtschaftet.

Abb. 5
Verwandtenbesuch in Merödgen 1940: Links Elly Hermanns, geb. Hans, 2. v. rechts Peter Hermanns, das Kind in der Mitte ist der älteste Sohn, Albert Hermanns.
CD Merödgen: meroedgen_011.tif

Albert Hermanns, der älteste der Geschwister Albert, Walter und Wilma Hermanns, erinnert sich:
„Die Baronesse Emilie von Zandt wurde von uns Kindern ‚Tante Baronin’ genannt – sie bestand darauf. ‚Frauchen’ - so nannte sie meine Mutter immer - Frauchen, mit den Kindern im Schlepptau können Sie doch nicht richtig arbeiten’ meinte sie, und so kam morgens nach dem Frühstück die Haushälterin und holte uns Kinder ins Herrenhaus. Bis wir in die Schule kamen, wuchsen wir die meiste Zeit des Tages bei der Baronin auf. Wir sprachen nur Hochdeutsch. In der Schule wurden wir deshalb zuerst komisch angesehen, weil wir kein Platt sprechen konnten.
An Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten verbrachte die ganze Familie stets einen Tag bei der Baronin im Herrenhaus. Emilie von Zandt bewohnte das große Haus allein. Lange Jahre war Bernhardine Meisenberg ihre Haushälterin; sie kam jeden Morgen zu Fuß von Lamersdorf. Das Haus hatte eine große Eingangshalle, eine gekachelte Küche, einen roten und einen blauen Salon und eine Terrasse, die in den Garten überging. Hier haben wir oft gespielt.

Abb. 6
Albert (links) und Walter (rechts) Hermanns 1941 im Innenhof.
CD Merödgen: meroedgen_002.tif

Emilie von Zandt war ein weltoffener Typ ohne jeden Standesdünkel. Religiös wie sie war, wies sie nie einen Bettler ab. Zierlich und schmal, stets schwarz gekleidet, so sah man sie allenthalben mit einem alten Fahrrad ohne Rücktritt ihre Besorgungen in Inden und Lamersdorf machen. Sie war allgemein bekannt und beliebt.
Emilie von Zandt starb 1944. Der Trauerzug ging von Merödgen bis hinauf zum evangelischen Friedhof bei Geuenich. Die Glocke von Merödgen wurde nur bei besonderen Anlässen geläutet. Ein solcher Anlass war die Beerdigung. Als der Trauerzug auf der Höhe der Indener Papierfabrik, der Mepa, war, riss das morsche Seil der Glocke und diese verstummte. Das Grab der Baronin lag in der Ecke, gleich links vom Eingang; sie hatte nur einen kleinen Grabstein.
Der Pflegesohn der Baronesse und dessen Frau wohnte im Krieg auch auf Merödgen.
Im April 1945, als wir aus der Evakuierung kamen, stand das Herrenhaus noch. Es war zwar etwas beschädigt, wäre aber durchaus noch zu reparieren gewesen. Da das Torhaus zerstört war, konnten wir nicht direkt auf den Hof ziehen und so wohnten wir einige Monate beim Großvater in Inden.
In der gleichen Nacht des Jahres 1945, als in Lützeler der Schwager des Pächters Kappertz von Polen ermordet wurdexxiv, brannte das Herrenhaus von Merödgen bis auf die Grundmauern nieder. Es war Brandstiftung gewesen.
Das Familiensilber der Baronin war im Krieg im Garten in Richtung Bahn vergraben worden. Vermutlich ist in der Brandnacht danach gesucht worden. Im Sommer kam der Neffe der Baronin, Franz-Josef von Zandt, mietet einige Arbeiter an und ließ den Schatz ausgraben. Es war alles unbeschädigt und so nahm er es mit nach Schloss Seehof bei Bamberg. Franz-Josef von Zandt starb Anfang der 50er Jahre in Seehof. Er verfing sich beim Schwimmen in Schlingpflanzen und ertrank im Schlossweiher. Es ging das Gerücht, dass sein Tod sehr mysteriös war.
Dicht an Merödgen vorbei floss ein kleiner Bach, der Kühlwasserabfluss von der Brikettfabrik zur Inde. Wenn die Inde Hochwasser führte, staute sich das Wasser durch diesen Bach bis auf den Hof zurück und fast jedes Frühjahr stand der gesamte Innenhof unter Wasser.“


Abb. 7
Hochwasser 1953
Freie Fahrt für die Enten durch die Toreinfahrt. Rechts vom Tor die Ruine des Herrenhauses, links der Schafstall.
CD Merödgen: meroedgen_023.tif

Abb. 8
Das Stallgebäude neben der Toreinfahrt (rechts am Bildrand). Im rechten Teil des Gebäudes der Schafstall, der linke Teil ist der Pferdestall, daran angrenzend die Scheune. Nach dem Krieg wurden in Merödgen um die 50 Schafe gehalten, dazu 6 Arbeitspferde und 2 Reitpferde.
Aufnahme 1957
CD Merödgen: meroedgen_010.tif

Abb. 9
Todesanzeige der Freiin Emi von Zandt vom April 1944

Freiin Emi von Zandt stirbt in Merödgen am 9. April 1944, die Beerdigung erfolgt auf dem evangelischen Friedhof bei Inden am 13. April.
Superintendent Theodor Bungenberg beschreibt in seiner Leichenpredigt die Persönlichkeit und die Lebensumstände der Emilie von Zandt:

„Ansprache
am Sarge der Freiin Emi von Zandt
gehalten in
Haus Merödgen am 13. April 1944
von
Superintendent Bungenberg – Inden.

Psalm 6 Vers 4-5: „Ach du, Herr, wie lange! Wende dich,
Herr, und errette meine Seele; hilf mir
um deiner Güte willen!“


Liebe Mitchristen!

Der lange schwere Kampf zwischen dem alten starken Leben und dem andringenden Tod ist zu Ende; Freiin Emi von Zandt ist aus dieser Welt geschieden.
Mittwoch der vorigen Woche waren 17 Jahre verflossen, seit wir ihre jüngere Schwester, Freiin Maria v. Zandt, zu Grabe geleitet haben.
Bald danach kam dann die jetzt Verstorbene nach hier, wo sie die Verwaltung des Gutes übernahm und mit großer Sachkenntnis, Tatkraft und Pflichttreue, in sehr ernstem Bemühen, die Interessen des Gutes zu vertreten und zu fördern, nötigenfalls auch in kämpferischem Einsatz, geführt hat bis zuletzt.
Aber sie hat nicht nur das Gut verwaltet, sondern auch in Haus, Hof und Garten persönlich mit für es gearbeitet, keine Arbeit scheuend wie eine Angestellte des Gutes. Wie ihre verstorbene Schwester sich nicht scheute, auch auf die hohen Bäume zu steigen, um das Obst zu pflücken, so sie nicht, nötigenfalls auch auf der Erde knieend, die Gartenarbeit zu verrichten und das bis in ihr ganz hohes Alter hinein. Irre ich nicht, so hat sie gelegentlich erzählt, wie sie sich nicht mehr vom Boden habe aufrichten können, habe sie ihren treuen Hund gerufen und an ihm emporgerichtet. Sie hat schon vor dem Kriege so selbst mitgearbeitet, aber auch während des Krieges. In welchem Maße sie damit in dem gegenwärtigen Kriege, der den letzten Einsatz aller Kräfte in den Arbeitsgang gebieterisch erfordert, ein vorbildliches Beispiel gegeben hat, liegt auf der Hand.
Aber sie blieb doch immer die Baronin. Es ist bei ihr so gewesen wie vorher, als Freiin Maria v. Zandt nach hier kam. Sie war bald weithin bekannt und hoch geachtet in der ganzen Gegend bei Hohen und Niederen; ihre fest gefügte charakteristische Persönlichkeit setzte sich durch allenthalben.
Mit lebendigster Anteilnahme und klugem Urteil hat sie die ganzen Jahre hindurch die politische und militärische Entwicklung verfolgt. Den Heeresbericht nahm sie – höre ich – auch in der allerletzten Zeit, auch als ihre Schwäche schon ganz überwiegend war, doch immer noch zur Kenntnis.
An Volk und Vaterland hat sie gehangen mit heißem Herzen; sie war deutsch durch und durch und wußte das zur Geltung zu bringen. Wenn einmal in ihrer Gegenwart eine Äußerung fiel, die nach ihrem Urteil dem deutschen Kampfesgeist und Siegeswillen abträglich sein konnte, dann sei – so hat sie des öfteren gesagt – das alte Soldatenblut, das in ihren Adern rolle, bei ihr aufgewallt, und sie habe dem, der die Äußerung tat, ordentlich Bescheid gesagt.
Mit gleicher Liebe hing sie an unserer Evangelischen Kirche und Gemeinde. Sie war eine überzeugte evangelische Christin und hat auch ihren Standpunkt jederzeit aufs nachdrücklichste vertreten. Zu den Gottesdiensten unserer Gemeinde hielt sie sich mit einer Treue, die ihresgleichen sucht. Bis zum Karfreitag vorigen Jahres, seitdem, wie ich es recht im Sinn habe, ihre Kräfte es nicht mehr zuließen, ist sie fast an jedem Sonntag bei jedem Wetter und Wind und jedem Zustand der Wege auf ihrem Rad zur Kirche gekommen trotz ihrer mehr als 60, 70, 80 Jahre! Was das aber bedeutet, werden diejenigen, die soeben den Weg von Inden nach hier gemacht haben, ermessen können. Sie hat auch damit ein Beispiel gegeben, wie es nur ganz selten einmal geschieht.
Aber auch ihrer Kraft waren schließlich auch Grenzen gezogen. Das Alter forderte sein Recht, Schwäche und Schmerzen kamen und wuchsen.
Da ist das Bild ihrer Mutter vor ihr lebendig geworden, die nach ihrer Erzählung 2 Jahre lang auf fremde Hilfe angewiesen, mit starken Schmerzen daliegend, dem Tode entgegengesehen hat, und der brennende Wunsch in ihr aufgestiegen, daß Gott, der Herr, sie nicht so lange leiden lassen, sondern bald zu sich nehmen möge. Nicht wahr, wir können es verstehen?
Sie hat immer wieder darum gebetet und auch anderen, auch mir zum Beispeil, ans Herz gelegt, in dem Sinn zu beten für sie.
Aber der Herr, unser Gott, entscheidet über Leben und Sterben nach seinem Gotteswillen, nicht nach unseren Wünschen. „Der Mensch hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monate steht bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten.“ (Hiob 14 Vers 5) Wir werden es auch nicht unterschreiten.
Es wurde eine lange, schwere, schmerzensreiche Krankheit mit immer mehr anwachsender Hilflosigkeit. Die Kunst der Ärzte, alle noch so treue aufopfernde sachverständige Pflege konnten wohl lindern, aber Schwäche und Schmerzen nicht bannen; sie blieben und wuchsen.
Da wird sie oft ähnlich gebetet haben wie in dem als Leitspruch von mir voraufgeschickten Bibelwort der Psalmist: „Ach du, Herr, wie lange! Wende dich, Herr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!“ Aber der Tod kam immer noch nicht, und in einer solchen Lage werden Minuten zu Stunden und Stunden zu Tagen.
Eine große Freude wurde ihr noch dadurch zuteil, daß sie der Frau ihres in Rußland stehenden Pflegesohnes, an dem ihr Herz so hing, eine Stätte bei sich bereiten konnte.
Da endlich! – Am Ostersonntag Abend rief der Herr über Leben und Tod sie hinüber und sie folgte. Das Glöckchen von Merödgen kündigte es an. Wir blicken ihr sinnend nach; wann und wie ruft er uns? Möge er ihr gnädig sein aus der Fülle seiner erbarmenden Liebe und nach dem Kampf den ewigen Frieden seines himmlischen Reiches schenken!
Wir wissen, es steht auch geschrieben; „Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ (2. Korinther 4 Vers 17-18) Ihre Trübsal war lang für irdische Verhältnisse, aber angesichts der Ewigkeit, die dem Erdenleben folgt, war sie ja doch verschwindend kurz und darum doch nicht schwer. „O Ewigkeit, Du Donnerwort!“ Die Ewigkeit ist lang und über alle Maßen wichtig, und groß soll ja die Herrlichkeit sein, die in ihr derer wartet, die nicht sehen auf das Sichtbare sondern auf das Unsichtbare.
Ist aber der Umstand, daß Gott, der Herr sie gerade am Osterfest herüberrief, nicht wie eine freundliche Bestätigung ihrer wie unserer Hoffnung, daß der Tod auch sie dieser Herrlichkeit zugeführt habe? Sie starb an dem Tage, an dem die Osterbotschaft über den Erdkreis hallte, auch über die Leichenfelder und Leichenberge dieses Krieges: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum.“ (1. Korinther 15 Vers 55.57.) Möge der Allmächtige selbst auch wahr werden lassen bei ihr und uns je länger je mehr so dazu leiten, nicht zu sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare, daß es zu gleicher Erfüllung auch bei uns kommt!
Amen.“xxv


Nach dem Tode des Franz-Joseph von Zandt im Jahre 1951 verkauft seine Witwe die Güter Kalberweide, Mahrhof und Baerlo. 1975 kauft der Freistaat Bayern den Familiensitz Schloss Seehof bei Bamberg, der fast zur Ruine verkommen war. In der für mehr als 23 Millionen DM vollkommen renovierten Anlage ist heute das Amt für Denkmalpflege untergebracht.

Abb.: 10
Schloss Seehof bei Bamberg, Schlossgebäude mit Kaskade 1999
Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege/Staatl. Hochbauamt Bamberg
CD Merödgen: meroedgen_029.tif


Von 1963 bis heute
1963 wurde Merödgen an die Rheinischen Braunkohlewerke verkauft. Durch deren Initiative wurden 1963 die denkmalwerten Bauteile, ohne eine Stellungnahme zum Abbruchantrag abzuwarten, vollständig abgebrochen. Eine Dokumentation war nicht mehr möglich.xxvi
Die Pächterfamilie Hermanns wäre gerne selbst als Käufer aufgetreten, doch stand die erforderliche Kaufsumme zu spät zur Verfügung. Die Hoffnungen auf den Erwerb des Gutes zerschlugen sich endgültig, als die Rheinischen Braunkohlenwerke das Gut samt Feldern an das damalige Amt Lucherberg veräußerten.

Am 20. Mai 1959 wurde mit der Absetzer-Verkippung des alten Tagebaues „Lucherberg I“, auch „Schlammsee genannt, in direkter Nachbarschaft des Gutes begonnen. Seit Dezember 1958 hatten LKW den Abraum für die Dämme entlang der Bahnstrecke angefahren. Am 5. September 1962 endete die Verkippung und in den folgenden drei Jahren wurde das Gelände forstwirtschaftlich rekultiviert, heute die „Goltsteinkuppe“.
Zur weiteren Verwendung des Mutterbodens aus dem neu aufgeschlossenen Tagebau Inden wurden transportable Leitungen, so genannte „fliegende Leitungen“, zu den Poldern bei Gut Merödgen gelegt. Mit Hilfe eines starken Wasserstrahls wurde der Abraum durch die Rohre geschickt. Wochenlang lief so der Schlamm in drei Polder ein und setzte sich ab. Nachdem das Wasser versickert und verdunstet war, bedeckte eine neue Erdschicht von rund 70 cm das Ödland bei Merödgen.

Der damalige Amtsdirektor des Amtes Lucherberg, Josef Gerards, hatte mit dem Erwerb des Gutes Merödgen Weitsicht bewiesen; er legte damit den Grundstein für die Entwicklung hin zur heutigen Gemeinde Inden. Im Hinblick auf eine spätere kommunale Neuordnung schlossen sich im Juni 1968 die Gemeinden Altdorf, Inden, Frenz, Lamersdorf, Lucherberg, Pier und Schophoven über die Kreisgrenzen hinweg zum „Schulverband Inden-Lucherberg“ zusammen.
In den folgenden Jahren entstand auf dem Areal an der Nordseite des Gutes das „Schulzentrum Merödgen“: die ursprünglich dreizügige Gemeinschaftshauptschule Inden mit angegliederten großräumigen Sportanlagen. Die feierliche Einweihung erfolgte am 17. Juni 1972, sechs Monate nach der Gründung der Gemeinde Inden im Zuge der kommunalen Neugliederung.
Im Zusammenhang mit dem Bau des Schulzentrums wurde der Merödgener Weg von Inden nach Merödgen und weiter nach Lamersdorf aus einem Feldweg in eine asphaltierte Straße ausgebaut.

Merödgen gehörte mit seinen Ländereien bis zur kommunalen Neugliederung 1972 zur Gemarkung Luchem. Der Grund hierfür kann bei den frühen Besitzern und deren Besitzverhältnissen im 14. Jahrhundert vermutet, jedoch nicht abschließend geklärt werden

1977 unterrichtete die Gemeinde Inden die Pächterfamilie von der Auflösung des Pachtvertrages zum 11. November 1979. Eine Verlängerung um weitere 10 Jahre wurde vereinbart. Die Ackerfläche von ursprünglich 40 ha war auf 5 ha geschrumpft durch den Bau der Schule und der Sportanlagen. Nur in Verbindung mit der von Merödgen aus bewirtschafteten Hofstelle der Familie Hermanns in Inden war eine Existenzsicherung zuletzt noch möglich.xxvii

Aus den großen Plänen der Gemeinde Inden - noch 1991 erhoffte man sich den Bau einer Jugendbegegnungsstätte auf dem Hofgelände – wurde nichts. Nachdem die Gebäude seit Januar 1990 leer gestanden hatten, waren sie entsprechend reparaturbedürftig. Angesichts der Umbaukosten, und vor allem der unkalkulierbaren Folgekosten, zog der Rat der Gemeinde Inden im März 1992 die Notbremse und legte alle geplanten Projekte rund um Gut Merödgen endgültig zu den Akten.

1993 erwarb die Bauunternehmung Schüssler GmbH & Co.KG aus Jülich die Hofanlage, um hier in Kooperation mit dem Caritasverband Düren-Jülich e.V. das Projekt „Wohnanlage Gut Merödgen“ zu realisieren. Ziel war es, eine alten-, behinderten- und familiengerechte Wohnanlage im Einklang mit dem Konzept des „Betreuten Wohnens“ zu schaffen.
Der denkmalgeschützte Gebäudebestand wurde um einen mehrgeschossigen Neubauteil, der ausschließlich Wohnzwecken dient, erweitert, so dass die historische Geschlossenheit der Hofanlage heute wieder hergestellt ist. In 52 Wohnungen unterschiedlicher Größen leben hier sowohl Einzelpersonen als auch Familien.
In der ehemaligen Scheune entstand das Hotel-Restaurant „Gut Merödgen“. Am 4. Oktober 1999 konnte man das Richtfest feiern, ein halbes Jahr später, am 1. Mai 2000, die Eröffnung. Die Inhaber Patrick Janssen und Frank Lacroix schufen hier ein Hotel mit 13 Zimmern und 3 Appartements in einer gelungenen Mischung aus Historie und Moderne.
Es ist gut zu wissen, dass die rund 700jährige Geschichte von Gut Merödgen nicht zu Ende geht, sondern wieder mit neuem Leben erfüllt wird.


Abb. 11
Lageplan der ehemaligen Hofanlage (dunkle Umrisse) und der heutigen Anlage
mit freundlicher Genehmigung der Projektleitung Gut Merödgen
CD: Bilder Jahrbuch, DoppelGr.rißMerö.jpg

Abb. 12
Planskizze der Wohnanlage während der Bauphase
mit freundlicher Genehmigung der Projektleitung Gut Merödgen
CD: Bilder Jahrbuch, Wohnanl.Meröd.jpg

Abb. 13
Von Süden aus Inden/Altdorf kommend zeigt sich Gut Merödgen in voller Größe. Links das Hotel-Restaurant in der ehemaligen Scheune, rechts daran anschließend neben den früheren Stallungen das ehemalige Pächterhaus; im Hintergrund die Wohnhäuser.
Foto: Josef Boddenberg, Dezember 2003
CD: Bilder Jahrbuch, B.SW.Merö.0958.jpg

Abb. 14
Nordseite mit Hauptzugang der Wohnanlage Gut Merödgen. An der Stelle der Neubauten links stand einst das Herrenhaus. Rechts des Zuganges schließt das ehemalige Stallgebäude (s. Abb. 8) an, heute ist es das Küchengebäude des Hotel-Restaurants.
Foto: Josef Boddenberg, Dezember 2003
CD: Bilder Jahrbuch, B.SW.Merö.0964.jpg

Abb. 15
Betritt man die Hofanlage und wendet sich nach rechts, lädt der Innenhof des Hotel-Restaurants zum Frühstück ein.
Foto: Josef Boddenberg, Dezember 2003
CD: Bilder Jahrbuch, B.SW.Merö.0950.jpg

Abb. 16
Wendet man sich nach links, so führt der Weg zum Eingang des Wohnhauses.
Foto: Josef Boddenberg, Dezember 2003
CD: Bilder Jahrbuch, B.SW.Merö.0954.jpg

Literatur

  • Bach, Adolf, Deutsche Namenskunde
  • Candels, Heinrich, Das Prämonstratenserinnenstift Wenau
  • Clemen, Paul, Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 9. Band, Düsseldorf 1910
  • Domsta, Hans J., Geschichte der Fürsten von Merode im Mittelalter, I. Band Genealogie der Familie, S. 62 (VI 11), Düren 1981
  • Dovern, Willi, „Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinden in Jülich 1611-1798“, Jülicher genealogische Blätter; Hrsg. Willi Dovern, Heft 11, Verlag Willi Dovern Jülich. Deutsche Ortssippenbücher, Reihe B Band 178, Frankfurt/Main, 1999, Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte; ISBN 3-9802756-5-5
  • Enneper, Britta, Sterberegister der evangelischen Gemeinde Inden; Auswertung 1825 –1887, Manuskript 2002
  • Fuß, Wilhelm, Ein Kirchenstuhl-Verzeichnis aus Lamersdorf; in: Heimat-Blätter der Dürener Zeitung (HB) 1930, Nr. 27, S. 216
  • Geuenich, Josef, Der Erbforsthof oder Cortenbachshof in Düren (Oberstraße), in: Dürener Geschichtsblätter Nr. 63, Düren 1974
  • Lützler, Wilhelm, Adelige Familien im Erftland, die sich von Frentz nannten, in: Geschichte in Bergheim, Bd. 4, Jahrbuch des Bergheimer Geschichtsvereins e.V., 1995
  • ders., Ein Steuerkataster oder vielmehr eine Flurstück-Description der Herrschaft Frenz an der Inde aus dem Jahre 1625, überarbeitet im Jahre 1628, in: diesem Buch
  • Ernst von Oidtmann und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, bearbeitet v. Herbert M. Schleicher, Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V., Köln 1994
  • Schwarz, J., Das Einkommen des Pfarrers von Geuenich im 16. Jahrhundert; in: Rur-Blumen (RB) 1927, Nr. 27 und 28
  • Tichelbäcker, Heinrich, Vom Königshof Villare/Derichsweiler über das pfalzgräfliche Echtz und die Grafschaft Maubach zur Jülicher Wehrmeisterei, in: Forum Jülicher Geschichte Bd. 16, S. 8ff
  • Wolff, Joh., Die Grabsteine in der Lamersdorfer Kirche; in: Rur-Blumen (RB) 1931, Nr. 6
  • Wutzler, Bertram, Von Johann v. Meroitgen und den Stolgesellen zur Goltsteingrube, in: Altvertrautes – neu gesehen, Bd. 5, Jahrbuch des Geschichtsvereins der Gemeinde Inden e.V., 1999/2000; ISBN: 3-87227-067-2
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege/Staatl. Hochbauamt Bamberg, Broschüre „Schloss Seehof, Instandsetzung und Restaurierung“, Bamberg 1999
  • Die Baudenkmäler in Nord-Rheinland, Kriegsschäden und Wiederaufbau, Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege, bearbeitet von Heinz Peters; XIX Jahrgang, 1951
  • Jahrbuch d. Rheinischen Denkmalpflege, Bd. XXV; Berichte über die Tätigkeit der Denkmalpflege 1959-64; 1965
  • Jülicher Nachrichten
  • Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexikon, Band IX, Leipzig 1930
  • Projektleitung Gut Merödgen GmbH&Co.KG / Caritasverband Region Düren-Jülich e.V., Broschüre „Wohnanlage Gut Merödgen“

Archivbestände:
  • Gemeinde Inden; Bestand: Standesamt und Bestand: Denkmalliste
  • Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 403 Nr. 5702

Abbildungen:
  • Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Pulheim-Brauweiler (RAD) Abb. 1, 2, 3
  • Albert Hermanns Abb. 5, 6, 8
  • Archiv Geschichtsverein der Gemeinde Inden e.V. Abb. 4, 7, 9, 13, 14, 15, 16
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege/Staatl. Hochbauamt Bamberg, Broschüre „Schloss Seehof, Instandsetzung und Restaurierung“, S. 47, Bamberg 1999 Abb.10
  • Projektleitung Gut Merödgen GmbH&Co.KG / Caritasverband Region Düren-Jülich e.V., Broschüre „Wohnanlage Gut Merödgen“ Abb. 11, 12

Quellen:

i Bach: Deutsche Namenskunde, Bd. 2; § 615
ii Tichelbäcker, Heinrich
iii Domsta, Hans J, S. 62 (VI 11)
iv E.v.Oidtmann, Mappe 454 und Mappe 839
v Geuenich, Josef, S. 52
vi Wutzler S. 4 ff
vii Schoop, A., Beiträge, Regesten Nr. (S.)
viii Lützler, W., S. 72 ff
ix Schoop, II/55, S. 182
x Lützler, Wilhelm: Ein Steuerkataster ...
xi Schwarz, J. in RB 1927, Nr. 27 + 28
xii Fuß, Wilhelm in HB 1930, Nr. 27
xiii Wolff, Joh. in RB 1931, 1931
xiv Kath. Pfarrarchiv Inden Nr. 464,466,467; s.: Flatten, Goswin „1250 Jahre Gotteshaus in Inden“, Manuskript, Archiv GV Inden; s. auch: Flatten Goswin „Als die Einheit zerbrach, S. 200 ff.
xv Dovern, Willi, Nr. R334
xvi Dovern, Willi, Nr. R336
xvii E.v.Oidtmann, Mappe 492
xviii Flatten, Sebastian: handschriftliche Abschrift ohne Quellenangabe (Kopie Archiv GVI))
xix Tichelbäcker
xx Dovern, Willi: (R681 + R683)
xxi Eine ausführliche Beschreibung dieser Goltstein’schen Braunkohlengrube findet sich bei: Wutzler, Bertram
xxii Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 403 Nr. 5702
xxiii Sterberegister der evangelischen Gemeinde Inden; Auswertung 1825 –1887, Britta Enneper, Manuskript 2002
xxiv es war der 20. November 1945 (Scheuer, Helmut: Haus Lützeler, 600 Jahre Geschichte in: Altvertrautes – neu gesehen, Bd. 1, S. 102)
xxv aus dem Nachlass der ev. Pastorin Ruth Brückner
xxvi Jahrbuch d. Rheinischen Denkmalpflege, Bd. XXV; Berichte über die Tätigkeit der Denkmalpflege 1959-64; 1965
xxvii JN 16.10.1979
 

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