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Lokalgeschichte
Artikel und Aufsätze rund um die Gemeinde Inden.

Inden's Infrastruktur PDF Drucken
Dienstag, den 08. April 2008 um 10:03 Uhr
Man bezeichnete Inden in den 20er und 30er Jahren als eines der schönsten Dörfer des Kreises Jülich. Wie war es dazu gekommen. Inden war zwar ein Dorf, aber man sagte: „ Es ist zu groß für ein Dorf und zu klein für eine Stadt“. Jedoch der Unterschied zu anderen Dörfern des Kreises bestand darin, dass alles für den Lebensunterhalt und die Art und Weise zu leben vorhanden war. Es begann schon mit der Sauberkeit des Ortes. Die Straßen waren gepflastert, die Bürgersteige mit Platten belegt. Ein herrlicher Driesch mit Kastanienbäumen und Kastanienallee an der Inde rundete das Bild ab. Am Inde-Ufer entlang standen Rotdornbäumchen bis hin zur Hindenburgbrücke am Schießstand; ein wunderbares Bild der Blütenpracht im Frühling eines jeden Jahres. Unter den hohen Kastanienbäumen auf dem Driesch standen beim Schützenfest das Zelt sowie die Kirmesbuden der Aussteller selbst bei großer Hitze im kühlen Schatten, was von allen Besuchern des Festes sehr begrüßt wurde und man sprach vom schönsten Kirmesplatz weit und breit.
Vor allem aber: Jedes Haus war per Wasserleitung am Trinkwassernetz aus Aldenhoven angeschlossen. Dazu waren auf den Bauernhöfen meistens noch Brunnen und Pumpen von vor dieser Zeit vorhanden. Sie sollten nach dem Krieg von sehr großem Nutzen sein.

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Der Hof Müller in Altdorf PDF Drucken
Dienstag, den 08. April 2008 um 09:55 Uhr
Einer der schönsten und ältesten Höfe des Ortes Altdorf ist der Bauernhof der Familie Josef Müller, auch als „Püttgens Hof“ bekannt. Etwas zurückgelegen befindet er sich gleich gegenüber der Kirche, im Herzen des Ortes. In alten Karten heißt die Gemarkung „Auf dem Berg“, später zeitweise auch „Am Markt“. Der Hof hatte die Anschrift Mühlenstraße 135, heute ist es die Pattener Straße 3. Das Wohnhaus wurde, wie aus den Ankern ersichtlich, im Jahre 1634 erbaut. Einen Artikel über den Hof fand ich in einer Ausgabe der „Rur Blumen“ aus dem Jahre 1937. Hier ein kurzer Ausschnitt:

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Die Müllenarker Mühle PDF Drucken
Dienstag, den 08. April 2008 um 09:53 Uhr
Wann hier an dieser Stelle die erste Mühle gebaut wurde, ist urkundlich nicht belegt. Sicher ist aber, dass bereits im Jahre 1129 das hier lebende Rittergeschlecht den Namen „von Molenarken“ trug, sich also nach der Mühle nannte. Eine Mühle an Gut Müllenark besteht als „Patin“ des Geschlechtes und des Gutes demnach seit fast 900 Jahren.
Die Deutung des Namens bereitet keine Schwierigkeiten. Das mittelhochdeutsche ,mole‘ bedeutet Mühle und eine ,ark‘ oder ,erk‘ ist ein mit Schutzbrettern versehenes weites Gerinne, durch welches das Wasser aus einem Teich abgelassen werden kann – also ein Wehr. ,Molenark‘ heißt in heutigem Deutsch demnach ,Mühlenwehr‘.
Urkundlich erwähnt wird die Mühle als Getreidemühle erst in der Jülicher Rentmeister-Rechnung von 1434/35: Dort stand sie mit einer Jahresabgabe von 12 Malter Roggen zu Buch . Es gibt nicht viel zu berichten, was sich in alten Unterlagen über die Mühle findet. Bis 1798 war sie die Zwangsmühle für die Dörfer Pier und Schophoven im Dingstuhl Pier-Merken.

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Haus Pesch - Nie ein berühmter Adelssitz im Düren-Jülicher Land PDF Drucken
Dienstag, den 08. April 2008 um 09:49 Uhr

Haus Pesch hat nie zu den großen berühmten Adelssitzen des Düren-Jülicher Landes gehört. Seine Besitzer haben in der Geschichte des Herzogtums Jülich keine Spuren hinterlassen wie etwa die von Müllenark oder die von Merode. Der Name „Pesch“ ist aufgrund seiner sinnhaften Bedeutung (ursprünglich Lagebezeichnung für ‘Waldweide’, später ‘eingezäunte Wiese beim Haus’) so häufig, dass die vielen urkundlichen Nennungen beim besten Willen nicht genau zuzuordnen sind. Um den Ursprüngen des Hauses Pesch dennoch näher zu kommen, sind wir auf Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten angewiesen, die aber wohlbegründet sein könnten. Dazu müssen wir uns zuerst ein wenig mit Pier und Bonsdorf befassen.

Werden die Ortsnamen Pier, Pommenich und Vilvenich als römischen Ursprungs gedeutet, so scheint Bonsdorf ein typisch fränkischer, auf eine Person bezogener Ortsname (Bonisdorp ?) zu sein, der sicher bereits im 7. Jahrhundert existierte. Das Dorf Bonsdorf war klein, es umfasste den Bereich der heutigen Jakobstraße und der Bonsdorfer Straße. Zur Pfarre gehörte aber auch Krauthausen, jenseits der Rur. Der heutige Markt in Pier bildete nicht nur ein gemeinsames Zentrum, sondern markierte gleichzeitig auch die Grenze beider Orte. Die beiden Pfarrkirchen mit ihren Kirchhöfen lagen gerade mal 100 Meter voneinander entfernt.

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Gut Merödgen und seine Besitzer PDF Drucken
Dienstag, den 08. April 2008 um 09:40 Uhr

Der Ursprung

Im Mittelalter bedeckten dichte Wälder weite Landstriche. Um diese in fruchtbares Ackerland zu verwandeln, gaben die jeweiligen Landesherren ihren Günstlingen Teile dieser Waldgebiete als Eigentum. Diese Lehen wurden „Hufe“ oder auch „Waldhufe“ genannt. Auf den gerodeten Stellen im Wald entstanden dann Siedlungen, deren Namen teilweise noch heute auf diesen Ursprung hinweisen. Orte wie Röthgen, Roettgen, Merode und eben auch Merödgen, gehören dazu. Siedlungen und Höfe mit Rodungsnamen entstanden hauptsächlich zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert, eine Häufung ist im 12. und 13. Jahrhundert zu erkennen(i).

Die Forstverwaltung des Territoriums Jülich war die damalige Wehrmeisterei(ii). Sie umfasste den Raum zwischen Eschweiler über die Rur bis halbwegs Heimbach und nach Norden bis Inden und Pier. Also ungefähr das Waldgebiet von der Mündung der Kall in die Rur bis zur Mündung der Inde in die Rur. Die Wehrmeisterei geht zurück auf die Forstverwaltung des karolingischen Königshofes von Derichsweiler, die bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird.
Die Wehrmeisterei war in Bezirke aufgeteilt, die einen Forsthof und einen Förster stellen mussten. Das Amt des Wehrmeistereiförsters war erblich, daher der Name „Erbförster“ bzw. „Erbforsthof“. Die Nutzung des Waldes für die Holz- und Viehwirtschaft war nur ein Grund, das Amt des Wehrmeistereiförsters anzustreben; mindestens genau so wichtig waren die Einnahmen, die mit dem Abbau der Bodenschätze zu erwirtschaften waren.

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